Raumweise Heizlastberechnung

Was ist eine Heizlastberechnung?

Die Heizlastberechnung bestimmt, wie groß eine Heizung beziehungsweise der Heizkessel sein muss, um die Räume in Ihrem Gebäude konstant warm zu halten.

Wofür ist die Heizlastberechnung nötig?

Die Heizlastberechnung ist ein wichtiger Bestandteil zur Optimierung einer Heizungsanlage. Ebenso wie der hydraulische Abgleich der Anlage, bei dem die Einzelkomponenten aufeinander abgestimmt werden. Aus den Berechnungen der Heizlast lassen sich die Heizflächen beziehungsweise Heizkörpergrößen für die gewünschte Raumtemperatur ableiten.

Um die tatsächliche Leistung der Heizungsanlage zu ermitteln, muß nach der Heizlastberechnung noch die notwendige Leistung zur Erwärmung des Trinkwassers im Gebäude in Abhängigkeit von der Anzahl der Bewohner hinzugerechnet werden.

Wie geht man bei der raumweisen Heizlastberechnung vor?

Die nötige Heizlast berechnet sich aus der Summe von drei Teilbereichen, aus der sich dann die Größe und damit die nötige Heizleistung ableiten lässt. Alle drei Werte werden nach der DIN EN 12831 „Heizungsanlagen in Gebäuden - Verfahren zur Berechnung der Normheizlast“ jeweils für jeden Raum einzeln bestimmt:

 1. Transmissionswärmeverlust

Damit ist der stetige Wärmeverlust durch die Gebäudeaußenhülle, beziehungsweise den einzelner Komponenten wie Fenster oder Türen gemeint. Ein niedriger Wert für den Transmissionswärmeverlust bedeutet auch eine niedrige Heizlast.

 2. Lüftungswärmeverlust

Mit dem Lüftungswärmeverlust berechnet man nicht nur den Verlust von Wärme durch die aktive Lüftung, sondern auch durch undichte Fenster oder Türen.

 3. Zusatzaufheizleistung

Bei diesem Wert geht es um die nötige Heizleistung zum Aufheizen der Räume nach einer Heizpause. Die Aufheizleistung wird nur relativ kurz benötigt und ist höher als die nötige Energie zum Halten einer einmal eingestellten Raumtemperatur.

 

Warum ist eine korrekte Heizlastberechnung so wichtig?

Sie ist die Basis für die Auslegung Ihres Heizsystems. Kommt beispielsweise eine Wärmepumpe zum Einsatz, und ist diese nicht richtig dimensioniert, kann es zu teuren Fehlerbildern im Alltagsbetrieb kommen: 

Ist die Wärmepumpe zu klein gewählt, wird häufig über den integrierten Heizstab nachgeheizt, was zu einem hohen Energieverbrauch und damit zu hohen Kosten führt. 

Ist die Wärmepumpe zu groß gewählt, läuft sie nicht konstant durch, sondern schaltet ständig an und aus. Das wirkt sich sehr negativ auf die Lebensdauer aus und kann einen frühzeitigen Austausch nötig machen.